DaoDao

Das Wort Dao (Tao) kam nach Europa mit der ersten Übersetzung des Buches DaoDeJing (TaoTeKing) des legendären chinesischen Weisen Laozi.

Es ist unklar, ob Laozi als eine Person jemals existiert hat, „Laozi“ ist ein Ehrentitel (der Alte, der alte Meister) und bezeichnet den Autor des DaoDeJing, wie auch gelegentlich das Buch selbst. Die erste Übersetzung des DaoDeJing in eine westliche Sprache war die des Jesuiten Jean-François Noëlas um ca. 1720 ins Lateinische.

Der Begriff Dao existierte schon vor dem Buch DaoDeJing, auch Konfuzius benutzt ihn, allerdings
im Sinne von – „der (rechte) Weg zu handeln“.

Erst Laozi gab dem Begriff Dao die Bedeutung des absoluten Wirkprinzips:

„Das Dao, das benannt werden kann, ist nicht das wahre Dao.

Der Name, der ausgesprochen werden kann, ist nicht der wahre Name.

Und doch ist das Namenlose der Quell des Universums und die Mutter aller Dinge.

(…)

unbegreiflich, vollkommen, vor Himmel und Erde entstanden.

So still! So gestaltlos! Es allein beharrt und wandelt sich nicht.

Durch alles geht es und gefährdet sich nicht.

Man kann es ansehen als der Welt Mutter.

Ich kenne nicht seinen Namen. Bezeichne ich es, nenne ich es: Dao“.

Text aus DaoDeJing nach der Übersetzung von Victor von Strauß, Manesse Verlag, Stuttgart 1959.